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„Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn“

Diese alte Volksweisheit stimmt zwar nicht zu 100%, doch ein Fünkchen Wahrheit ist schon dran. Während einer Schwangerschaft wirken sich die hormonellen Umstellungen auch auf die Mundhöhle aus. So wird das Zahnfleisch stärker durchblutet und ist dadurch weicher und empfindlicher und es kann schneller mal zu Zahnfleischbluten kommen. Dennoch sollte man nicht weniger gründlich putzen, denn gerade in dieser Zeit können sich Bakterien leichter im Zahnfleisch ansiedeln und zu Entzündungen führen, der sog. Schwangerschaftsgingivitis.

Damit das nicht passiert, empfiehlt sich zu Beginn einer Schwangerschaft ein Untersuchungstermin in der Zahnarztpraxis und für zuhause eine intensive Mundhygiene. Hilfreich kann die Verwendung einer weichen Zahnbürste und einer flouridhaltigen Zahnpasta sein, denn Fluoride lagern sich an der Zahnoberfläche ab, machen diese widerstandsfähiger und vermeiden Angriffspunkte für Bakterien. Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen sind in dieser Zeit ein Muss.

Übrigens sollten Frauen, die an Übelkeit leiden und sich häufig erbrechen, nicht sofort danach die Zähne putzen, da die Säure den Zahnschmelz angreift. Besser ist es, den Mund zunächst nur mit Wasser oder einer fluoridhaltigen Mundspüllösung zu spülen und mit dem Zähneputzen eine halbe Stunde zu warten.

Gerne beraten wir Sie persönlich.